Als Expat ins Ausland – so klappt‘s auch mit dem Partner

Autor: Martin Rhoese

„Und was mache ich in der Zwischenzeit?“. Diese Frage bekommen viele Mitarbeiter von ihren Partnern gestellt, wenn sie stolz ihre Pläne vom Gang ins Ausland verkünden. Im Idealfall hat der Arbeitgeber bereits vorgesorgt. Kluge Chefs und Personalverantwortliche wissen: Der Controller aus dem französischen Lyon kommt nur dann ins deutsche Frankfurt, wenn auch der Partner in der Region eine Stelle findet. Sie unterstützen deshalb auch Angehörige bei der Jobsuche und Eingliederung in der Fremde.

Dieser Familienservice für Expatriates ist noch nicht die Regel. Personaler denken nicht immer an die Schwierigkeiten, sich in die Umgebung zu integrieren. Vergessen wird gerne der eigene (Ehe-)Partner als wichtiger Motivationsfaktor. Jeder weiß, wie belastend es für die eigene Arbeitsleistung sein kann, wenn zu Hause der Haussegen schief hängt. Genauso hinderlich ist es, wenn die Partnerin oder der Partner im Heimatland verbleiben muss, weil sie oder er bei uns keine Jobmöglichkeiten sieht.

„Uns bekommen sie nur als Tandem“

Nicht selten stellen Expats die Bedingung, nur gemeinsam mit dem Partner ins Ausland zu wechseln. Umso bedeutender ist es, dass Unternehmen viel dafür tun, damit das „Arbeiten abroad“ nicht zum Beziehungskiller wird. Dazu gehört, den Partner in die Vorbereitungsmaßnahmen einzubeziehen. Im Idealfall sorgen Arbeitgeber für eine Jobperspektive im Zielland. Denn die Ehefrau oder der Ehemann muss in der Regel die eigenen beruflichen Ambitionen im Heimatland erst einmal auf Eis legen. Sie fragen sich: Was tun für die eigene Karriere während eines bis zu fünfjährigen Auslandsaufenthalts des Partners?

Wir sind neugierig auf Ihre Erfahrungen

Für mehr Harmonie vor, während und nach der Zeit im Ausland gibt es so genannte Spouse-Programme. Spouse bedeutet übersetzt Ehepartner. Right Management, globaler Karriere-Experte der ManpowerGroup, setzt sie ein, damit Expats aus dem Ausland hier bestmöglich Fuß fassen. Es beginnt mit einer realistischen Einschätzung der Deutschkenntnisse. Denn trotz aller Internationalität der meisten deutschen Arbeitgeber - ohne sprachliche Grundausstattung wird es oft schwer. Dann ist eine persönliche „Inventur“ erforderlich. Es gilt, Erfahrungen, Kenntnisse, Stärken sowie Wünsche und Ziele des Partners abzuklopfen. Das Ergebnis „matchen“ wir mit den Möglichkeiten des hiesigen Jobmarktes. Zudem passen wir Bewerbungsunterlagen an hiesige Standards an. Denn die sehen in Deutschland oft anders aus als in anderen Ländern. Auch Vorstellungsgespräche laufen international verschieden ab. Deshalb unterstützen unsere Karrieremanager bei der Vorbereitung. Neben der ganz persönlichen Karriereberatung verstärken wir die persönlichen Chancen durch aktive Jobvermittlung unserer Schwestergesellschaften Manpower, Experis und Bankpower. Das Ziel sollte immer lauten: die erfolgreiche Fortsetzung der Karriere – für Mitarbeiter und Partner gleichermaßen.

Spouse-Programme senken Trennungsrisiko

Sind Sie selbst bereits Expatriate gewesen oder spielen Sie mit dem Gedanken an einen temporären Einsatz im Ausland? Wie hat Ihr Partner reagiert und welche Hilfe gab der Arbeitgeber? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen als Mitarbeiter in einem anderen Land.

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