Dream Teams:

31.08.2006

Bad Homburg

Gut eingespielt, aber meist erfolglos nur Heterogene Teams erzielen Spitzenleistungen

Sie klettern in Hochseilgärten oder raften durch wilde Can­yons: Deutsch­­lands Dream Teams setzen verstärkt auf kuriose Mo­ti­va­tions­­kon­zep­te. “Gute Stim­mung und Spaß an der Arbeit sind gut und wichtig. Zuviel Gemeinschaft macht ein Pro­jekt­team aller­dings nicht lei­stungs­­fähiger”, meint Roland Zistler von der internationalen Unter­nehmens­beratung Right Ma­na­ge­ment, der bei der Ent­wicklung von Spit­zen­teams lieber auf Kommuni­kation und Ko­ope­ra­tion unter realen Ar­beits­bedingungen setzt. “Team­­mit­glieder müssen keine Freunde für drei Tage sein. Es muss ihnen in erster Linie klar sein, dass sie nur zusammen  und langfristig ihr Ziel er­reichen können.”

 

Kurzlebiges Geschäft

Viele Teams werden heute aus­schließlich für einzelne Projekte zusammengefügt und beste Ergebnisse müssen binnen kür­zester Zeit geliefert werden. Das Arbeiten im Projektteam entspricht dem Zeitgeist und ist zu einem schnellen Business geworden. Ein Team muss die Fähigkeit besitzen adhoc, flexi­bel und kreativ auf die Her­aus­forderungen der Märkte zu ant­worten. “Da bleibt wenig Zeit, sich selbst zu entwickeln”, so der Experte für Team­buil­ding, der den Schlüssel zur Top-Leistung in der Diversität hetero­gener Teams sieht.

Mittelmäßigkeit ist bequem

Gruppen die schon lange zu­sam­men arbeiten, sind längst noch kein Success Team. Zistler: “Homogene Teams ver­fügen oft nicht über die nötige Viel­falt. Da ist auch niemand, der etwas in Frage stellt. Fehler werden nicht angesprochen, weil keiner als unkollegial da­stehen möchte. Es fehlt der Leistungs­anreiz und Mittel­mä­ßig­keit ist die Folge.” Neben einer kla­ren, verständlichen Ziel­de­fi­ni­tion, muss auch je­der den Sinn – persönlich und unter­nehme­risch – hinter seinem Job sehen.”

 

Zu wenig Kreativität

Heterogene Teams können nicht sofort Spitzen­leistungen erbringen. Die Posi­tionen in­ner­halb des Teams müssen optimal be­setzt sein und in­tensive Abstimmungen sind permanent erforderlich. Hier ist professio­nelle Anleitung ge­fragt, damit schnellstens agiert wer­den kann. Das Team Ma­na­ge­­ment Profil, ein Assess­ment Instrument, hat sich bei Team­ent­wicklern bestens be­währt. Dabei werden zunächst die Ar­beits­­prä­fe­ren­zen der Team­­mit­glieder be­leuch­tet und der Ar­beits­stil definiert. Schließ­­­lich wird jeder an der strategisch besten Position innerhalb des Teams platziert. Profiler Zistler achtet dabei besonders auf ein ausge­wo­ge­nes Verhältnis von Kreativen und Machern. Seiner Meinung nach herrscht in Deutsch­­­­land nicht genug Krea­ti­­vi­tät in den Top-Teams.

 

Linking Skills

Ein Top-Team braucht einen Team­­l­eiter, der mit Hilfe von Linking Skills – Verhaltens­wei­sen, die das Team darin unter­stützen, sein Potenzial voll zu entfalten und auszuschöpfen – sein Team zum Erfolg führt. “Wir kennen elf Linking Skills, die ein Team zum Spitzenteam machen”, so Roland Zistler. Für ihn sind Zielsetzung, De­le­ga­tion und aktives Zuhören die wichtigsten Skills, die High Performance im Team er­mög­lichen. « Zurück zur Newsliste