Praxisbeispiele
Praxisbeispiel 1:
Partnerschaftliche Zusammenarbeit im Outplacement
Ausgangssituation:
Internationales Industrieunternehmen mit 10 Standorten in Deutschland.
Kontinuierliche Zusammenarbeit durch Betreuung für ausscheidende Mitarbeiter verschiedener Hierarchieebenen.
Prozess:
Beratung zur beruflichen Neuorientierung ist für dieses Unternehmen ein Teil der Unternehmenskultur. Unabhängig von Position, Alter oder Firmenzugehörigkeit - wenn ein Mitarbeiter gekündigt werden muss, sorgen die Verantwortlichen für schnelle Unterstützung.
Der Personalbereich und Right Management stehen daher in ständigem Austausch, so dass die Berater Arbeitsumfeld, Markt und Besonderheiten sehr gut kennen. Entsteht der Bedarf für Outplacementberatung, besprechen die Personalverantwortlichen mit Right Management auf kurzem Wege, welche Form und Intensität der Beratung für den einzelnen Mitarbeiter hilfreich und angemessen ist und inwiefern die zuständige Führungskraft unterstützt werden kann.
Je nach Vereinbarung begleitet Right Management die betroffenen Mitarbeiter durch individuelle Beratung, um einen reibungslosen Neueinstieg auf dem externen Arbeitsmarkt zu ermöglichen.
Ergebnis:
Alle betreuten Mitarbeiter konnten mit gutem Erfolg ihre Karriere fortsetzen. Einige nahmen eine selbständige Tätigkeit auf, andere haben ihr Beratungsprogramm gerade erst begonnen. Mit etwas zeitlichem Abstand und in veränderten Rahmenbedingungen war in einem Fall sogar der erneute Einstieg im selben Unternehmen möglich und von beiden Seiten gewünscht.
Die gute Kenntnis der Unternehmenssituation und -kultur erleichtert die Sensibilität für die maßgeschneiderte Unterstützung und ermöglicht eine besonders umsichtige Beratung zum Trennungsprozess. Durch die langjährige Betreuung des Unternehmens hat sich eine sehr offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit entwickelt, die Absprachen besonders schnell und unkompliziert gestaltet.
Praxisbeispiel 2:
Individuelle Beratung für eine Führungskraft
Ausgangssituation:
Verkauf eines Unternehmens und daraus folgende Neubesetzung von Schlüsselfunktionen durch das übernehmende Unternehmen.
Der kaufmännische Geschäftsführer, Dr. M. (Name geändert), der deutschen Organisation muss das Unternehmen verlassen - 52 Jahre, Betriebszugehörigkeit 19 Jahre.
Prozess:
Für Dr. M. bedeutete dieser Wechsel eine vollständige Neuorientierung. Sein komplettes Berufsleben hatte er in dieser Branche verbracht - eine begrenzte Branche mit einem inzwischen schwindenden Markt.
In der Beratung wurde deutlich, dass vor allem die hohe Identifikation mit dem Unternehmen und das verletzte Selbstbewusstsein eine Hürde für den Klienten darstellte, die es zu überwinden galt. Ein erstes Ziel war daher zunächst, die emotionalen Folgen dieser Veränderung zu verarbeiten bis hin zu den Auswirkungen auf die familiäre Situation. Durch das jahrelange hohe berufliche Engagement waren Dr. M. in diesem Rahmen Themen wie Work-Life-Balance sehr wichtig.
Im Zuge einer ausführlichen Standortbestimmung, Kompetenzanalyse und Profilerstellung wurden insbesondere auf andere Branchen übertragbare Kompetenzen erarbeitet, die Grundlage für Optionen und Alternativen außerhalb des gewohnten Arbeitsbereiches bildeten.
Ein weiterer Service umfasste die kontinuierliche Auswertung des Stellenmarktes und aktive Ansprache geeigneter Kontakte des Beraternetzwerkes. Aufgrund der Bekanntheit des Klienten erstellte Right Management u. a. Bewerbungsmailings an potentielle Geschäftspartner und verfolgte diese im eigenen Namen nach, um Dr. M. bei größtmöglicher Diskretion vielfältige Kontakt zu ermöglichen.
Im Rahmen eines professionellen Coachings konnte Dr. M. seine Interessen, Erfahrungen und Fähigkeiten reflektieren und entwickelte neben einem professionellen Eigenmarketing-Auftritt auch Spaß an den Möglichkeiten, die diese unfreiwillige Veränderung für seine Karriere brachte.
Ergebnis:
Nach 8,5 Monaten erzielte Dr. M. zwei Vertragsangebote und arbeitet heute als Geschäftsführer in einem mittelständischen Unternehmen. Er konnte eine Einkommenssteigerung von 15% realisieren und erschloss sich mit der neuen Tätigkeit den Einstieg in eine neue Wachstumsbranche.
Praxisbeispiel 3:
Gruppen-Outplacement
Ausgangssituation:
International tätiges Großunternehmen der Telekommunikationsbranche. Outplacementberatung für zunächst 74 Mitarbeiter im Rahmen einer Personalabbaumaßnahme (später wuchs die Teilnehmerzahl auf über 200)
Alter der Teilnehmer: 2% >50 Jahre, 20% 40-49 Jahre, 54% 30-39 Jahre, 24% bis 29
Prozess:
Verschiedene Problemfelder konnten bei einer Vielzahl der Bewerber beobachtet werden:
- Hohe Spezialisierungsgrade und unzureichendes Bewusstsein bzgl. der übertragbaren Kompetenzen
- Fehlende Erfahrung mit Bewerbungsgesprächen
- Fehlende oder einseitige Zieldefinitionen (Position, Branche)
- Passive Marktbearbeitung. Konzentration auf Stellenanzeigen aus der Zeitung/Internet
- Eingeschränkte räumliche Mobilität und hohe Einkommenserwartungen
- Bewerbungsunterlagen mit unzureichender Aussagekraft
- Motivationsverlust durch Rückschläge im Bewerbungsprozess sowie dem bereits eingetretenen offiziellen Status der Arbeitslosigkeit
Entsprechend dieser Faktoren wurden die Beratungsaktivitäten im Rahmen von überwiegend sechsmonatigen Beratungsprogrammen individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt.
Ergebnis:
- 87 % der betreuten Mitarbeiter hatten zum Stichtag eine neue Position. Aufgliederung der Suchdauer < 2 Monate 42 %, 2-4 Monate 32 %, >4 Monate 26 %
- 78 % der Mitarbeiter konnten vergleichbare finanzielle Konditionen oder sogar eine Gehaltssteigerung von bis zu 22 % realisieren.
- 39 % der Mitarbeiter haben ihrer Einschätzung nach interessantere Tätigkeiten und/oder einen Karriereschritt wahrnehmen können. Als Rückschritt wurde die neue Position von niemandem betrachtet.
Zum Projektabschluss wurde an die Mitarbeiter ein anonymisierter Fragebogen versendet. Die Mitarbeiter hatten hier die Möglichkeit, die Beratungsleistungen zu bewerten sowie persönliche Kommentare anzubringen. Ein Auszug der Anmerkungen finden Sie hier:
Persönliche Kommentare:
- Nicht nur auf meinen individuellen Bedarf wurde eingegangen, sondern darüber hinaus nach Lösungen gesucht.
- Leider war manchmal die Zeit zu schnell um.
- Sehr kompetent, hilfsbereit und motivierend, offen für alle möglichen Lösungen.
- Machen Sie weiter so!
- Persönliche, zielgerichtete Beratung, sehr professionell.
- Da meine Ziele, Vorstellungen etc. von mir im Vorfeld ausgearbeitet waren, fand ich es sehr gut, dass die Beraterin sich prima auf telefonisches Coaching konzentriert hat. Ich hatte immer wann notwendig einen Ansprechpartner.
- Motivation
Welche Erkenntnisse/Inhalte in der Beratung waren für Sie besonders wichtig?
- Erarbeitung meines Lebenslaufs un meiner Bewerbungsunterlagen.
- Es geht oft um die richtige Formulierung! Bewerbungen sind schwierige Verkaufstrainings.
- Eine Identifikation auch für andere Berufe zu finden.
- Bewertung der selbst erstellten Unterlagen. Einschätzung der finanziellen Forderungen.
- Identifikation meiner Stärken, des Profils. Aufbau Lebenslauf und Anschreiben.
- Neue Form der Suche bei Zielfirmen ist interessant.
- Überarbeitung der Bewerbungsmappe, Interviewtraining.
- Besinnung auf die eigenen Stärken, sich selbst zu motivieren.
- Identifikation von Zielfirmen, Mailings.
- Persönlicher Ansprechpartner mit aktuellem Up-to-date-Wissen, professionelles Selbstmarketing.
- Stärken-Schwächen-Analyse. Aufbau und Stärkung des Selbstbewusstseins.
- Es war wichtig zu lernen, eventuelle Interviewsituationen mit Beispielen aus dem eigenen Alltag zu meistern, persönliche Note und nicht nur Standards aus Büchern lernen, sondern sich selbst rüberbringen.